Der Isokinator erlaubt keine der 5 klassischen Grundübungen

Stimmt, das ist aber völlig unwichtig! Die sog. "Big Five" des Krafttrainings sind klassischen Grundübungen wie Bankdrücken, Kniebeugen, Klimmzug, Kreuzheben und Schulterdrücken. Diese Übungen sind anspruchsvolle Mehrgelenksübungen, bei denen kein einzelner Muskel alleine und isoliert arbeitet, sondern immer ganze Muskelketten im Verbund.

Diese 5 Übungen sind richtig angewendet die Grundlage für ein erfolgreiches Krafttraining. Sie werden dann durch weitere Isolationsübungen ergänzt, damit letztlich der gesamte Körper trainiert wird und alle Muskeln einmal bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gebracht werden. Leider sind diese Übungen sehr anspruchsvoll und gefährlich. Ein kleiner Fehler kann schnell zu Verletzungen führen.

Wenn die Kräfte irgendwann nachlassen, leidet die Technik darunter und die Bewegungen werden immer unsauberer. Bis sie entweder aus Angst vor Gefahren abgebrochen werden. Meist ist dafür ein Trainingspartner nötig, der im Moment der Schwäche schnell helfend zugreifen kann. Nur selten kann bei diesen Grundübungen ein "schweres" Gewicht verwendet werden, da niemand im Moment des gewollten Muskelversagens dieses Gewicht noch richtig halten kann.

Jede der herkömmlichen Big 5 hat - bedingt durch die Schwerkraft und die Hebelwirkungen - immer einen Punkt in der Bewegung, wo es besonders schwer geht. Und gleichzeitig gibt es immer 2 Totpunkte, wo der Muskel sich entspannen kann, Entlastung verspürt und sogar Pause machen kann. Man kann immer wieder Athleten beobachten, die sich über den anstrengendsten Punkt (Hochpunkt oder Peak) mit Schwung hinweg "mogeln" und an den Totpunkten auch noch Pause machen um neue Kraft zu schöpfen.

Ein Isokinator trainiert den ganzen Körper ebenfalls mit Grundübungen, bei denen auch immer ganze Muskelketten arbeiten. Es gibt immer den Hauptmuskel, der im Mittelpunkt einer Übung steht, aber auch die sog. Hilfs- und Nebenmuskeln, die nötig sind, um die komplexen Bewegungsabläufe zu steuern.

Ein Isokinator braucht insgesamt nur 7 spezielle Grundübungen, um alle Muskeln am Körper einmal als Hauptmuskel und mehrfach als Hilfs- und Nebenmuskel arbeiten zu lassen. Diese Grundübungen funktionieren jedoch anders als die klassischen Big 5. Zur Erinnerung: Ein Isokinator arbeitet nicht mit Gewichten, sondern mit Widerständen in gleicher Höhe. Deshalb müssen die Übungen zwangsläufig anders ablaufen.

Aber es arbeiten grundsätzlich die gleichen Muskeln. Und weil ein Isokinator nur mit konstanten Widerständen über die volle Übungsbewegung kennt, gibt es auch keine Belastungsspitzen und Totpunkte mehr. Der Muskel arbeitet unter voller Dauerspannung und bekommt keine Entlastung oder Gelegenheit zur Pause. Das ist 57% intensiver als schwerkraftgebundenes Hanteltraining.

Hinzu kommt, dass der Widerstand des Isokinators keine Gefahr darstellt. Wenn die Muskelkräfte nachlassen sollten, kann man einfach loslassen. Nach nur 5 Millimetern Bewegungsstrecke hat sich der Widerstand auf Null bewegt. Es gibt keine Gelegenheit für Verletzungen und keine Angst mehr vor unkontrollierten, schweren Gewichten. Fazit: Der Isokinator verwendet 7 andere Grundübungen und macht diese intensiver und sicherer als die alten Big 5.